Entwurf  HOT vs. COOL. Affektives Mikroklimadesign in der Landschaftsarchitektur

Master Landschaftsarchitektur SoSe 18, Betreuung Sophie Holz

Eisgasse
von Anton Zwirner

Der Freiraum als „Eisgasse“ ist sowohl durch die Kühlung des Windes, als auch über eine „kühle" Gestaltung über assoziative Prinzipien geprägt. Reduzierte, ausdrucksstarke Formen und der Verzicht auf Farben geben der Eisgasse einen kühlen Charakter.

Der vorherrschende Westwind stellt an heißen Tagen, im Gegensatz zu der ansonsten stehenden Luft zwischen den Häuserblöcken, einen wohltuenden Kontrast dar. Der Entwurf nimmt diese spezifischen Gegebenheiten als Potential auf und arbeitet den wahrgenommenden Temperaturunterschied weiter heraus. Hierzu wird in einem ersten Schritt die vorgesehende Blockrandbebauung transformiert: es wird erstens ein Rücksprung der Bebauung vorgeschlagen, sodass der Wind in das Gebiet gelenkt wird. Dieser wird zweitens durch eine trichterförmige Öffnung verstärkt. Der 3,5 Meter Höhenunterschied wird durch eine 3,5 % Rampe ausgeglichen, ohne den Wind durch eine hohe Rauigkeit, wie beispielsweise bei einer Treppe, zu bremsen.
Zentrales Element im Freiraum ist der Belag, der einen Farbverlauf vom kühlen weiß zum heißen schwarz über Zuschlagstoffe im Beton ermöglicht. Nach Westen wird die Eisgasse von einer weißen, dossierten Betonmauer gefasst, die die vorhandene Höhendifferenz abfängt. Im Norden hat die Mauer eine eingeschnittene Nische, die sich in dem ansonsten kühlen Bereich als Hotspot präsentiert.

 

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