Entwurf  HOT vs. COOL. Affektives Mikroklimadesign in der Landschaftsarchitektur

Master Landschaftsarchitektur SoSe 18, Betreuung Sophie Holz

FEUCHTE KÜHLE VS. TROCKENE HITZE
VON Andre Feldmann

Die kühlen Bereiche des Julius Pintsch Parks in Berlin entstehen unter einem mächtigen Gehölzhain, der die linearen und großmaßstäblichen Strukturen der Umgebung aufgreift. Die dichte Rasterpflanzung von 128 Gehölzen (Corylus colurna) spendet nicht nur im Sommer einen angenehmen, kühlenden Schatten, sondern ist – neben der im Süden verlaufenden, sechs Meter hohen Bahntrasse – das raumprägende Element des Parks. Zur Rasentopografie hin öffnen sich Räume, die zum Verweilen in der angenehmen Kühle einladen. Neben dem Schatten der Gehölze, wirkt sich die Verdunstungskühle der Vegetation messbar temperaturmindert auf das Mikroklima des Ortes aus. Durch das Ergänzen von kühlen Assoziationen, wie das Sitzen in der kühlen Vegetation oder das Schattenspiel auf den hellen Belägen der Tenne, wird das mikroklimatische Erleben in diesen Bereichen verstärkt.
In der Mitte des Parks entsteht eine großzügige freie Mitte, die zum Hain hin 85 cm erhöht ist und zur Bahntrasse ausläuft. Eine Besonderheit der freien Mitte sind die beiden „Heatboxen“, die in der Wiesenfläche liegen.
Die Bahntrasse, die im Süden verläuft, ist ein raumprägendes Element des Parks. Drei dieser Bogen werden durch eine 50 cm breite Sitznische ergänzt. Es entsteht ein windgeschützter und intimer Ort unter der Trasse.

 

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