WOW. ÄSTHETISCHE WIRKUNG ERLEBEN, BENNEN, VERSTEHEN

Master Landschaftsarchitektur, SoSe 2022, Betreuung V-Prof. Sebastian Feldhusen, Prof. Jürgen Weidinger

Wir alle kennen Momente, in denen uns ein Text, ein Bild, ein Film, ein Gebäude oder eine Freianlage nicht kalt lässt: Uns überrascht die glückliche Formulierung, die Intensität der Farben, die Gestik der Schauspieler, die Haptik des Gegenstandes, die Großzügigkeit der Räume – wow!

Doch wie kann man solche Momente verstehen? Wer oder was hat zu diesen Momenten beigetragen? Im Seminar wurden diese und ähnliche Fragen diskutiert, die der Wirkungsforschung zugeordnet werden. Hierbei handelt es sich im Fall der Architektur- und Landschaftsarchitektur-theorie um ein erratisches Forschungsfeld, das den Einfluss von Gestaltetem auf unser Verhalten untersucht.

ZIEL UND ARBEITSWEISE 
Die Studierenden haben einige Kernbegriffe der Wirkungs-forschung kennengelernt sowie geübt, präziser über qualitative Phänomene wie ästhetische Erfahrungen zu sprechen. Damit dieses gelingen konnte, haben die Studierenden zuerst eine ästhetische Erfahrung beschrieben, die durch das Wahrnehmen von Bildern, Musikstücken, Skulpturen, Speisen oder auch durch eine alltägliche Lebenssituation hervorgerufen wurde. Sodann haben die Studierenden die ästhetische Erfahrung einem Kernbegriff der Wirkungsforschung zugeordnet, zum Beispiel Alterität, Affordanz, Ephemer, Immersion, Resonanz. Zuletzt haben die Studierenden im Rahmen von Vorträgen erörtert, wie die eigene ästhetische Erfahrung mit dem zugeordneten Begriff und dessen Verständnis präziser beschrieben werden kann.

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